Inneres Chaos

Wohin gehöre ich?

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Ich hatte immer wieder diese Momente, in denen ich gezweifelt habe. An mir selbst. An der Welt. An meinem Leben. Meiner Arbeit. Eigentlich, an Allem. Die Momente, in denen alles ins Wanken geraten ist, was ich geglaubt habe. 

 

So ging es mir auch in diesem Monat. Nur stärker, umfassender und tiefgreifender, als jemals zuvor. Das lag gar nicht so sehr am Novemberwetter. Ich habe gut ein Drittel des Monats auf La Réunion verbracht, mitten im Sonnenschein. Und auch in der ersten Woche hier in Deutschland war Traumwetter. Blauer Himmel, bunte Wälder, Leuchten. 

Aber in mir war alles in einer Art freiem Fall. Ein Chaos, durch das ich nicht mehr durchgeblickt habe. Das Einzige, was ich spüren konnte, war, das ich alles in Frage stellte. Allen voran mich. Und, das ich nicht mehr wußte, wie es weitergehen sollte. Da war nur Konzeptionslosigkeit. Was immer mir durch den Kopf ging, führte scheinbar nirgendwohin. Jeder Idee für die Zukunft fehlte das echte Feuer. Alles war wie ein Hirnkonstrukt ohne Seele.

 

So habe ich mich innerlich im Kreis gedreht, wenn ich auch äußerlich viele Dinge genießen konnte. Das funktioniert gleichzeitig, kein Problem. Ich kann mit einem Lachen durch das Leben tanzen und trotzdem nur Momente danach bewegungslos zu Boden sinken. In mir arbeitete es. In mir brodelte es. In mir geschah etwas. 

 

Und das war gut. Denn in den letzten Monaten hat mich die Welt wie eine Welle überrollert und mich in meinen Grundfesten erschüttert. Ich hatte meine eigene Standfestigkeit verloren, Stück für Stück. Mein Körper erzählte es mir schon eine ganze Weile. Mit Symptomen an den eigenartigsten Stellen. Jede Zelle schien mich darauf hinweisen zu wollen, das etwas hier ganz und gar falsch läuft. Nur das ich partout nicht darauf kam, wie ich das verändern und mir selbst dabei treu bleiben könnte. Eigentlich wußte ich schon gar nicht mehr, wie sich dieses "mir treu bleiben" anfühlt, weil soviele Eindrücke, Gedanken und Glaubenskonstrukte von Außen auf mich eingeprasselt sind, das ich zwischen Fremd und Eigen nicht mehr unterscheiden konnte. 

 

 

Es hat die letzten Wochen gebraucht, dringend gebraucht, um mich zu sortieren. Auszusortieren. Die Guten ins Kröpfchen, die Schlechten zurück zu ihren Absendern. Nur das anzunehmen, was zu mir gehört. Nur das zu sein, was ich wirklich sein will. Keine fremden Leistungsansprüche zu meinen eigenen zu machen. Keine fremden Gedankenkonstrukte zu meinem Glauben zu machen. 

 

Zurückzufinden, zu mir. 

 

Ja, darum ging es in diesem Monat... Jeden einzelnen Augenblick.

 

 

 

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