Jahresausblick

Von der Seele meines Seins

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Dieser Monat ist scheinbar in jedem Jahr die Zeit, in dem Altes wirklich geht und neue Entschlüsse ins Leben lugen. Teilweise so mächtig und klar, das ich selbst nur stauend meinen Fingern zuschaue, wenn sie Emails schreiben und Entscheidungen in Worte fassen, die mir so noch gar nicht bewußt waren. 

 

Krank sein gehört wohl auch dazu, damit diese tief verkursteten materiellen Erinnerungen der Vergangenheit aus mir heraushusten können. Wacklig auf den Beinen bleibt mir gar nichts anderes übrig, als viel Nachzudenken, zu Schlafen, Bücher zu lesen und mich genau mit den Themen zu befassen, die mir die Träume der Raunächte auf den Altar gepackt haben. So, das ich sie weder beiseite schieben, noch vergessen kann. 

 

Im Augenblick geht es weiter um meine Identität. Wer bin ich wirklich? Um das Ablegen aller fremden Vorstellungen, das Entledigen von jedem Fitzchelchen aufgesetzter Ideen, wie ich sein müsste, sollte und dürfte, um geliebt, umarmt, akzeptiert und überlebensfähig zu sein in dieser Welt. 

 

Wahr ist, das ich überhaupt nichts tun muss. Nichts sein muss, außer ich selbst. Theoretisch glasklar. Steht in jedem spirituellen Buch. Wird an jeder Ecke gelehrt. Nur, das muss mein Gehirn erstmal verstehen. Es tut sich sehr, sehr schwer damit. Und Ich bin dann wohl im Moment bei der Erfahrung dieser Wahrheit angelangt. So, milimeterweise und manchmal auch in Sprüngen wie ein Känguruh. 

 

Es ist so ein Kuddelmuddel im Inneren. Wer bin ich? Das hier? Nein, das hat mir XY mal vermittelt. Das dort? Schmarrn, das kommt von meinem Vater? Und das? Das hat wohl zu meiner Oma gehört. Was ist mein Traum und was ist eingeimpft? Was ist mein Verhalten und was habe ich mir nur abgeguckt? Stück für Stück prüfe ich mich durch, wie ein Elektriker eine Stromleitung und häute mich da, wo ich fremde Zellen entdecke. Das ist viel langwieriger, als ich dachte. Und der Winter ist dafür wieder einmal die perfekte Zeit.

 

Gleichzeitig plane und bastele ich weiter am Sommer. Lese mich durch Grönland- und Eisbärenbücher. Liebäugele wahlweise mit Neuseeland, dem Pacific Crest Trail, der südafrikanischen Ranger-Ausbildung und dem Himalaya. Spüre wieder diese Lust auf die Welt, auf diese Erde und lerne weiter Schwedisch, Isländisch, Finnisch, Griechisch und Französisch... Diese Neugierde auf die Menschen, das bin ich. Doch das ist nur ein Teil.

 

Der andere, große Teil ist meine schamanische, meine spirituelle Seite. Ich bin nicht für den reinen Entdeckungsdrang in der Welt unterwegs. Mir geht es um viel mehr, als eine einfache Reise, die mit schönen Bildern nach Hause kommt. Ich möchte nicht nur eine Landschaft oberflächlich betrachten. Ich bin dort, um zu fühlen. Ganz, ganz tief zu fühlen, was die Seele, die Schwingung, die Energie eines Ortes wirklich ausmacht. Ich verbinde mich mit den Orten. Von Herz zu Herz. Sie werden ein Teil von mir. Ich werde ein Teil von ihnen. Es ist Verschmelzung. Und jeder dieser Orte schenkt mir ein Teil meines Selbst zurück. Jeder dieser Orte erinnert mich an eine Facette von mir. So, wie ich ihn an eine Facette von sich selbst erinnere. Austausch in der schönsten Form. So, wie es reine Liebe tut. 

 

Ich freue mich auf dieses neue Jahr. Ich freue mich daran, mich so sehr ich selbst zu fühlen, wie noch nie zuvor.... Dieses langsame "pur werden", es ist genial. Das schönste Gefühl der Welt...... Jeden Tage ein klitzekleines bisschen mehr.....

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