Neudefinition des Ich's

Verwandlung

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Es geschieht tatsächlich. Eine innere Reifung mit einem Ausgang, den ich überhaupt nicht erwartet hätte. Dieses Stück für Stück zu mir selbst finden ist ein echtes Abenteuer und beschenkt mich jeden Tag ein bisschen. Manchmal so, das ich die Geschenke erstmal suchen muss, weil es sich eher wie Stagnation anfühlt, aber denn gibt es wieder so Tage, wie heute, wo ganz klar vor mir liegt, was so lange in mir gewachsen ist.

 

Ich habe alle ZEGG-Kurse abgesagt. Alle. Auch den Gemeinschaftskurs, der mir so essentiell erschien, um mich wieder mit Menschen zu verbinden. Um ein neues Netzwerk aufzubauen. Ein Miteinander. Freundschaften. Verbindungen. Zugehörigkeit. 

Doch - der Rahmen ist nicht stimmig. Nicht mehr. Ich habe diesen Kurs gebucht, weil ich geglaubt habe, etwas zu brauchen, was außerhalb von mir selbst liegt, um mich Eins zu fühlen mit anderen Wesen. Aber - ich bin verbunden. Ich habe schon längst die Entscheidung getroffen, keine Eremitin mehr zu sein, die sich nur über den Rückzug von der Welt definieren kann. Ich habe mich bereits mit all den Ereignissen und Themen auseinandergesetzt, die ich bisher dazu in mir spüren konnte. Es braucht kein ZEGG, um mir klarer darüber zu werden, als ich es bereits bin. Es braucht keinen Mut von Außern um meinen eigenen anzustacheln. Ich schaue sowieso schon in alle Ecken. Auch die Hintersten. Da wo es ganz dunkel und schmerzhaft ist. 

 

Es gibt einen anderen Weg für mich. Meinen Weg. Kein Seminar. Es gibt einen ganz einfachen, leichten, fast schwerelosen Weg. Weil die Einheit mein Wesen ist. 

 

Gleichzeitig ist in mir ein Bewußtsein über mein Ich gereift. Ein verwandeltes Ich. Weise. Alterslos. Die Jugend, der ich in den letzten Jahren hinterhergesprungen bin, dieses sportliche Höchstleistungs-Ich, es hat sich verabschiedet. Genauso wie das Bedürfnis, mich über diese körperlichen Höchstleistungen zu definieren. Mir und Anderen etwas zu beweisen. Beweisen zu müssen. Um etwas wert zu sein, dazuzugehören. Es ist weg. Weg seit der Entscheidung gegen das Grönland-Trekking. Verdampft in diesem innerern Ringen um ein neues Bild von mir selbst. Eines, das wirklich ich bin. Niemand anders. 

 

Panchamama, die Karte aus dem Göttinnentarot entspricht mir jetzt am Meisten. Ich bin Schamanin. Ich bin jung und alt zugleich, keine Zeitdefinitionen, keine Selbstdefinitionen. Unendlichkeit. Die Erfahrungen, die Weisheit vieler Leben blühen in mir, versammeln sich, reichen sich die Hände, tanzen. 

 

Faszinierend. Ich schaue mir selbst zu und bin einfach nur fasziniert. Weil es sich alles so gut und rund anfühlt, wie niemals vorher. Als hätten alle Kämpfe in mir gleichzeitig aufgehört. Die Waffen liegen auf dem Boden, sie verbinden sich wieder mit der Erde und lassen reife Bäume um mich herum erblühen. Blüten, Früchte, Reife, alles gleichzeitig. Keine Grenzen mehr. 

 

Es ist ein neues Leben, das ich mit Tränen in den Augen umarme. Eines zum Einkuscheln, Wohlfühlen. Eines, das Frieden atmet. Tiefen inneren Frieden und mich lächeln lässt. 

 

 

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