Schritte aus Licht

 Ein Kreis der Liebe 

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In Worms habe ich zwei Jahre gelebt und BWL studiert.

 

Richtig wohl gefühlt, habe ich mich nie, in dieser Stadt. Vielleicht ist Ludwigshafen und die BASF zu nah. Sie haben für mich viel von der Schönheit dieses weiten Landes am Rhein genommen. 

 

Aber, es gibt - neben den wunderschönen Weinbergen - einen Ort, der mich immer angezogen hat. Für mich ist es der einzig wirklich kraftvolle Ort in der Stadt. Der Dom. Er ist das Wahrzeichen und von Weitem sichtbar. Am Schönsten ist er in der Nacht, von warmem Licht angestrahlt. Dann kommt seine ganze "Größe" zum Vorschein. 

 

Praktischerweise liegt genau gegenüber vom Dom die Jugendherberge. Dazwischen tönt eine stark befahrene Straße, aber das nehme ich diesmal in Kauf, um dem Dom ganz nah zu sein. Ich kann ihn sogar vom Bett aus sehen und ich genieße die Aussicht. Ich bin schon am Abend bei dem imposanten Gebäude gewesen und habe in mich hineingespürt. Außer einer Art Ehrfurcht war nicht viel zu fühlen. Ich bin irgendwie einfach nur glücklich, hier zu stehen.

 

Martin Luther kommt mir in den Sinn, ich kann ihn hier spüren. So wie auch in Wittenberg. Wie es ihm gegangen sein muss, beim Reichstag, dass kann ich leise ahnen. Und dieses Band - Luther - das ist es auch, was mich am nächsten Morgen mit diesen Platz "warm" werden lässt. 

 

Diesmal trägt mich meine Intuition nicht in das Gebäude. Ich bleibe draußen und bin selbst ganz erstaunt darüber. Mein Weg führt mich um den Dom herum. Schritt für Schritt.

 

Und bei jedem Schritt habe ich das Gefühl, eine Spur von Licht und Liebe um den Dom zu legen. Sie eine Fußspur im Sand, die nicht mehr verlischt. Ein richtiges leuchtendes Band, ein Lichtkreis entsteht. Ich spüre die Kraft meiner Schritte, meiner Ausstrahlung zum ersten Mal in solcher Klarheit.

 

Denn ich lege diese Leuchtspur. Das Licht bin ich. Nichts Fremdes strahlt durch mich hindurch. Die Quelle ist in mir. Das ist das Geschenk, dass ich von Worms mitnehme. Danke! 

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