Du bist kein Mensch

 Gewissheit einer anderen Welt

Foto: Heike Würpel
Foto: Heike Würpel

Es sind nur wenige Minuten von der Küste hierher. Versteckt, auf einem Hügel, mitten im Wald. Nebenan beginnt schon die Mauer eines Hauses. Eng ist alles gebaut, auf dieser Insel. Jeder Platz genutzt. Aber der Steinkreis - er hat sich behauptet. Hier lebt er und mit ihm eine Ausstrahlung, die ich schon lange vorher fühlen kann. 

 

Die Steine sind halb im Boden versunken, die Decksteine sind verschwunden. Aber gerade deswegen wirkt diese Mulde für mich noch viel heimeliger. Ich lasse mich hineingleiten, fühle welcher Stein mich ruft, sinke aufatment dagegen. Schließe die Augen und lasse geschehen, was geschehen will. 

 

......

 

Das, was sich in den letzten Tagen in mir angesammelt hat, fließt aus mir heraus. Tränen. Schütteln. Unglaubliche Energieschübe durchfluten mich. Ich spüre, wie alle meine Zellen bis in jeden Winkel neu geordnet werden. Wie sich die Schwingung verändert, versträrkt, beschleunigt. Das Licht in mir wird intensiver. Es ist eine Reinigung, wie ich sie aus diesen Sarkophagen aus Kristall kenne. Diesen Orten von Verjüngung, Erneuerung und Verfeinerung der Sinne. All das geschieht mit mir. Jetzt und hier. Im Kreis der Steine. Ich fühle den Jubel in mir. Tiefe Beglückung. Es fühlt sich so wunderbar an....

 

......

 

"Du bist kein Mensch." "Du bist kein Mensch." Mitten hinein in diesen Prozess tönt dieser Satz. In solcher Klarheit. In solcher Dringlichkeit. Mit solchem Nachdruck, das ich zusammen zucke. Ich beginne zu zittern, zu verkrampfen. Aus mir fließt alles heraus, was diesen Gedanken, diese Idee bisher blockiert hat. Alles, was verhindert hab, mit selbst so zu sehen. Alles, was mich kleiner gemacht hat, als ich es je war. Weiter Raum öffnet sich. Raum für Verstehen. Ich kann mir selbst beim Verändern zusehen. Beim Verändern von Überzeugungen, beim Wandel des Glaubens. Ich werde nicht älter. Meine Haut, mein ganzer Körper geht den gegenteiligen Weg. Den Weg von Verjüngung und Erneuerung. Ich werde immer schöner, strahle immer mehr Licht aus. Das Bewußtsein zentriert sich und damit wird eine Stille und ein Friede geweckt, der alles berührt. 

 

......

 

Vor mir erscheint ein Druide. Wunderschön. Weiß gekleidet mit blauen, strahlenden, klaren Augen. Die Geräusche sind verschwunden. Zeitreise. Ja, auch dafür öffnen sich meine Sinne jetzt. Ich sehe die Erbauer dieses Platzes. Die Erbauer aller dieser Plätze. Ich sehe meine Brüder und Schwestern. Und mir wird bewußt, wieviele es von uns auf dieser Erde gibt. Ich kann sie wahrnehmen. Die alten Seelen. Sie sind für mich wie Leuchttürme. Sofort fühlbar, sofort sichtbar in einem weiten Meer anderer Seelen. Ich spüre sie als Anziehung, als Wissen. Tief in mir. Sie sind meine Freunde. In diesem Leben. Freunde und viel, viel mehr, für das es keine Worte gibt. 

 

Tränen fließen aus mir heraus. Tränen des Glücks. Tränen des Wiedererkennens. Ja, alles passt zusammen. Das bin ich. Und ich bin nicht allein.

 

......

 

Wenige Tage später bin ich noch einmal hier. Wieder ist der Druide da. Wie ein Seelenvater. Ein Führer in der anderen Welt. Ein Führer für diese Welt. Eine Welt, in der ich mich selbst permantent unter Druck gesetzt habe. Ich wollte verändern. Weil die Angst in mir lebte, das ohne diese Veränderung alles in einer Katastrophe endet. Ich bin dabei immer wieder über meine eigene Kraft gegangen. Habe mehr getan, als ich eigentlich konnte, habe mich verausgabt und atemlos wie ein nach Luft schnappender Fisch am Strand liegen gelassen. So, wie bei meiner Arbeit, immer wieder. Ich habe getan, wo es nichts zu tun gibt. Ich habe gewollt, wo es nichts zu wollen gibt. Ich habe vergessen, das Sein alles ist, was es wirklich braucht. Tun aus dem Sein, ja. Aber nicht tun, um zu.... Es ist so ein riesengroßer Unterschied. ich kann ihn genau fühlen. Ganz genau.

 

In diesem Moment erreicht mich die Botschaft. "Die Welt wird nicht untergehen." Keine Erklärung. Keine Erläuterung. Es braucht keine. Weil mich der Satz mitten im Herzen berührt. Weil meine Seele sofort lächelt und weiß. Das ist die Wahrheit. Und der Druck in mir bricht in sich zusammen und macht einem tiefen Atemzug Platz. Frieden. Stille. Es ist alles gut.....

 

 

 

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