Die Leichtigkeit des Seins

 Südliche Sonne - strahlendes Wesen

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Ich fühle mich pudelwohl in diesem Land. Einfach pudelwohl. Ja, es ist laut. Ja, der Straßenverkehr ist mörderisch. Die Sinne der Leute irgendwie verschwunden, wenn es um Lärm geht. Alles hier geht geräuschvoll vor sich. Mit großen Gesten. Mit viel Theatralik. Das Reden genauso, wie das Essen. Mobiltelefone sind allgegenwärtig und natürlich muss jeder Umstehende an der eigenen Geschichte, die man gerade mit dem Anrufer austauscht, beteiligt werden. Aber ich war darauf vorbereitet und kann überraschend darin eintauchen und schwimmen, als hätte ich nie etwas anderes getan. Irgendwie passt der Lärmpegel zur südlichen Sonne. 

 

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Das hier ist für mich tatsächlich ein Land der Götter. Allein das Essen. Mama Mia. So ein Genuss bei den einfachsten Gerichten. Zum Dahinschmelzen. Über die Märkte zu schlendern und dort einzukaufen ist ein Fest für alle Sinne. Und es ist so einfach, ins Gespräch zu kommen, auch wenn ich außer ein paar Wörtern nur Bruchstücke des Gesprächs verfolgen könnte. Irgendwie verstehe ich trotzdem alles. Weil die Lebensfreude und Begeisterung über die Köstlichkeiten vor meinen Augen so mitreißend sind, das genaue Übersetzungen ihren Sinn verlieren. Einfach riechen, kosten und in den Lauten schwelgen. Das reicht vollkommen. 

 

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Rom ist bisher die einzige Stadt in diesem Land, die ich wirklich ein wenig näher erkundet habe. Bisher bedeutete Italien für mich nur ein Stück Gardasee (fantastisch) und endlose Schlangen an den Autobahn-Maut-Stationen auf dem Weg nach Slowenien (ätzend). Das es hier wundervolle Landschaften gibt und Berge, in denen ich nur zu gern wandern möchte, entdecke ich erst auf meiner Bahnfahrt von Bologna nach Bari und zurück nach Rom.

 

Ich schaue den kleinen Dörfern nach, die so wunderbar auf einsamen Bergen thronen und wünsche mir, sie bald zu entdecken. Ich fahre mit der Nase an der Glasscheibe des Zuges durch Florenz und es juckt mich, auf der Stelle auszusteigen und mich umzuschauen. Ich habe solche Lust, länger zu bleiben. Ich habe solche Lust, diese Sprache zu lernen. Sie klingt wie pure Begeisterung über jede Sekunde der Existenz. Was für ein Geschenk an ein nordeuropäisches Herz ;-)

 

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Durch Rom's Altstadtgassen zu schlendern, früh am Morgen, wenn alle Italiener noch ausschlafen von den Feiern des letzten Abends, ist pure Freude. Auch das Getümmel am Abend macht Riesenspass. Dann, wenn das Leben auf den Piazzas explodiert und sich in immer neuen Formen austobt. Ich sitze auf einem Brunnen und schaue zu. Stundenlang könnte das so weitergehen. Ich entdecke sogar stille Plätze in der Metropole. Sobald man sich abseits der gängigen Routen bewegt, kann man sogar ganz allein am Tiber entlang spazieren und Panoramen der Stadt geniessen, nach denen sich jeder Fotograf die Finger schlecken würde. 

 

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Ja, Italien ist pure Lebensfreude in "Forte Fortissimo". Hier wird kein Gefühl hinter dem Berg gehalten, hier kommt alles auf den Tisch, was anderswo nur hinter vorgehaltenen Händen weitergegeben werden würde. Es tut so gut, diese Direktheit. Vielleicht fühle ich mich deshalb so wohl hier.... 

 

Rom jedenfalls ist nur der Anfang. Soviel steht fest. 

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