Am körperlichen Limit

 Traumküste und Alptraumweg

Fotos: Heike Würpel

Wie machen das die Kiwis nur? Wie können sie solche Pfade gut finden? Das, was für mich ausgewaschene Geröllhalden oder pure Schlammrutschen sind, finden sie vollkommen normal. Steilküstenpfade in Fußbreite mitten in frischen Abbruchkantengebieten? Warum nicht? Kletterpartien? Kein Problem. Dort läuft man lang oder hangelt sich an der Kette über dem Abgrund. Mit Rucksack. Mit allem drum und dran. 12-15 Kilo auf dem Rücken. Unter sich nichts, das einen auf dem Weg nach unten aufhalten könnte. Gar nichts.

 

Auf dem Hillary Trail muss die ganze Ausrüstung mit. Zelt, Kocher, Essen, Kleidung. Das gesamte Programm. Es gibt keine Hütten, aber es gibt die Möglichkeit, Privatunterkünfte zu nutzen. Denn es ist keine pure Wildniss. Es gibt Siedlungen auf dem Weg, immer mal wieder. Dort eine alte Lodge, dort ein ganzer Ort.

 

Dieser Weg wird von Schulklassen begangen. Er steht quasi auf dem Curriculum. Leider, denn so komme ich in den für mich sehr zweifelhaften Genuss der Anwesenheit von 14-Jährigen auf den schönen "stillen" Zeltplätzen. Die Kids gehen nicht den gesamten Weg. Aber ich möchte genau diese ganze Länge gehen. Vom Arataki Visitor Center bis nach Muriwai. 75 Kilometer entlang meiner Traumküste. 75 Kilometer ständiges Auf und Ab. 75 Kilometer voller Herausforderung.

 

Nachdem ich ein Teilstück dieses Weges mit leichtem Rucksack gelaufen bin, wollte ich die ganze Aktion schon abblasen und als für mich unmachbar abhaken. Aber da ist so eine hartnäckige Stimme in meinem Inneren, die unbedingt jeden Schritt gehen will. Eine Stimme, die an jeden Strand will. Weil das hier für mich das Herz meines Neuseelands ist.

 

Und so tue ich es doch. So sorgfältig vorbereitet, wie ich es nur kann. Gut zwei Wochen nach diesem ersten Versuch. Allerdings galoppiere ich nicht in 3 oder 4 Tagen durch das Land. Ich nehme mir sehr, sehr viel Zeit. Und wie sich herausstellt, hätte ich es nicht besser machen können....

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