Schenken aus dem Sein

 Weihnachtsabend mit meinen Eltern

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich keinen Gedanken an Geschenke verschwendet. Die Welle der Einkaufswut ist vollkommen spurlos an mir vorüber gewogt. Ich habe in diesem Monat unendlich oft einen Kaufrausch erlebt, der mit Weihnachten und Liebe nicht das geringste zu tun hat. Zum Beispiel in Köln, wo die winzigen Altstadtgassen so von Menschenmassen verstopft waren, das ich keinen Schritt mehr vorwärts gekommen bin. Ich habe den Zwang der Menschen gefühlt, etwas kaufen zu müssen, etwas zu haben. Die Angst, mit leeren Händen dazustehen. Diesen Zwang, Liebe ständig wieder neu beweisen zu müssen. Weil sie sonst anscheinend nichts wert ist. 

 

Nein, das alles hat diesmal überhaupt nichts mehr mit mir zu tun. 

 

Diesmal schenke ich zum ersten Mal ohne Angst und inneren Zwang, aus vollem Herzen und ganz und gar auf meine eigene Art. Die Idee dazu fliegt mir erst am Weihnachtsmorgen zu. Im Zug von Berlin. Und sie ist absolut stimmig.

 

Worum geht es an Weihnachten? 

 

Um die Liebe. Und Liebe schenken, das ist meine Spezialität. 

 

Und so sitze ich am Abend mit meinen Eltern zusammen und schlage ihnen vor, das wir uns gegenseitig sagen, was wir am anderen lieben. Wofür wir diesen Menschen vor uns lieben. Warum uns der Andere so wichtig und wertvoll ist. Ich schlage ihnen vor, einfach nur ihre Herzen sprechen zu lassen. Weil es das ist, was Liebe für mich wirklich bedeutet und weil es das ist, wonach sich jedes Herz sehnt. Gesehen zu werden. Wirklich und wahrhaftig gesehen zu werden. Nicht, weil man irgend etwas tut. Sondern weil man da ist. 

 

Sie machen mit. Etwas unsicher. Oft erstmal sehr stumm, weil ihnen im ersten Moment nur Dinge einfallen, die sie beim Anderen partout nicht leiden können. Aber es funktioniert. Wir drehen an diesem Abend die Welt um. Und wir beschenken uns. Wir beschenken uns wirklich. Und dabei werden wohl jedem in unserer kleinen Runde Dinge klar, die noch niemals so betrachtet worden sind. Es fließen viele Tränen und es gibt viel Nähe. Es ist so einfach. Und es wird der intensivste und schönste Weihnachtsabend meines Lebens....

 

Nicht nur wegen der Worte und der Nähe, sondern weil ich vor allem eines getan habe. Ich bin meinem Herzen gefolgt. ich bin meinem Gefühl gefolgt. Ich habe meiner Intuition und meiner Eingebung vertraut und mich dabei selbst am allermeisten beschenkt.....

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