Wie bleibe ich, ich selbst? 

Im Auge des Orkans

Es ging so vieles so gut und rund in diesen letzten Wochen. Ich habe das Unmögliche geschafft. Aber ich hatte niemals zuvor solche Schwierigkeiten, mich selbst damit wertzuschätzen. Zu oft und intensiv war ich mit Menschen umgeben, die nur das sehen wollen, was nicht stimmt. Menschen, die nur die Punkte wahrnehmen, die ihnen nicht gefallen. Menschen, die diese Welt von einer komplett anderen Seite sehen, als ich es tue. Von der Negativen. Und das mit einer Wucht, die mich oft wie ein Vulkanausbruch getroffen hat. 

 

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Im Laufe der Tage wurde meine Fähigkeit, ein Leuchtturm zu bleiben, geringer. Meine Balance bekam Brüche. Und zum ersten Mal habe ich mir gewünscht, das eine Reise möglichst bald zu Ende gehen möge. Diese Sichtweise auf das Negative schlich sich in meine eigene Wahrnehmung des Ganzen. Ich habe mich selbst mehr und mehr bezweifelt und ich begann zu glauben, das wirklich soviel schlecht ist, wie es diese anderen Augen um mich herum sehen wollten. Ich habe mein Licht vergessen. Fast vergessen. 

 

Eine Woche lang. Dann begann der Wandel in mir. Langsam. Unendlich langsam. Millimeterweise. Ich musste mich selbst aus dem Sumpf ziehen. Und je mehr ich meine Ruhe und Ausgeglichenheit zurück gewann, umso mehr veränderte sich meine Umgebung. Ich konnte zuschauen, wie aus abweisenden Mienen lächelnde Gesichter wurden. 

 

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Die Quelle ist in mir. Was ich ausstrahle, kommt zu mir zurück. Und wenn ich dabei bleibe, ohne wie ein Blatt im Sturm zu wanken, dann kann meine Umgebung nicht anders, als sich danach auszurichten. Es liegt an mir, was ich ausstrahle. Liebe. Angst. Ruhe. Nervosität. Licht. Schatten. Das ist die eine Wahrheit, die ich in diesen letzten Wochen so deutlich erleben konnte. 

 

Die zweite Wahrheit liegt in der Balance. Es war zuviel, was ich wollte in diesen letzten Wochen. Ich wollte mir selbst etwas beweisen. Und ich war so versessen darauf, zu lernen und tief in die Geschichte Europas einzutauchen, das ich mehr getan habe, als mir gut tut. Alles auf einmal, um genau zu sein.

 

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Ich habe Zeit. Ich habe alle Zeit, die ich brauche. Ich habe alles Zeit, um die Dinge in meinem Tempo, in meinem Rhythmus und auf meine Art zu tun. Ich muss mich nicht dem rasenden Geschwindigkeitsrausch einer Welt anpassen. Ich muss nicht atemlos durch mein Leben sprinten. Im Gegenteil. Ich kann die Welt einladen, sich mein Tempo näher anzuschauen und langsamer zu werden.

 

Nichts muss sofort sein. Ich muss nicht alles gleichzeitig schaffen. Ich muss nichts Übermenschliches leisten, um in irgendwelchen Augen zu bestehen. Weder in Meinen noch in denen von Anderen. Ich bin schon da, wo ich glaubte, nur mit aller Anstrengung hinkommen zu können. Ich kann mich entspannen. Ich kann ausruhen. Es reicht vollkommen aus, einfach nur ich selbst zu sein.  

 

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Ich glaube, das sind wunderbare Aussichten.....

 

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