Traumzeit auf europäisch

 Ein Land mit einer alten Seele

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Ich kann die Seele dieses Kontinents spüren. Sie reicht für mich tiefer, als alles, was ich kenne. Ich habe das Gefühl, hier wartet etwas auf mich, das bisher noch ganz verschlossen war, obwohl ich schon ein ganzes Jahr auf diesem Boden gelebt habe. Aber in dieser ganzen Zeit habe ich um das eigentliche Zentrum, das Outback, einen vorsichtig-weiten Bogen gemacht. Ich bin im Osten entlang geradelt, war auf einem Segelschiff unterwegs und bin in Tasmanien gewandert. 

 

Die Hitze hat mich abegeschreckt. Die Menschen haben mich abgeschreckt. Und die Tatsache, das hier so viele giftige Tiere vesammelt sind, wie nirgendwo sonst auf der Welt, haben meinen Entdeckerdrang auch gehörig gedämpft. Aber tief in mir weiß ich, das diese Zeit vorbei ist. Auch wenn die Annäherung bis heute nur ganz leise, sacht und auf vorsichtigen Sohlen erfolgt. Ich kann meinen Wandel fühlen. Er ist da. 

 

Deshalb wird auch der kommende Winter Australien gehören. Für drei Monate möchte ich dort sein und wandern. Noch einmal in dieser wunderbaren Landschaft Tasmaniens. Die Wildheit und Unberührtheit der Landschaft, die ich dort erlebt habe, hat sich an keinem anderen Ort wiederholt. Ich möchte den Overland Track wieder gehen. Länger, genüsslicher, erfahrender. Am liebsten hin und zurück. Mit aller Zeit der Welt. Ich habe Lust auf den Frecynet Nationalpark und den South Coast Trail. Und ich werde mich auch ganz vorsichtig in das Zentrum Australiens wagen. Zum Uluru. In die Berge rund um Alice Springs. In die Nularbor Wüste. Auf den Trail, der an der Great Ocean Road entstanden sein soll. Nach Kangaroo Island und in den äußersten Nordwesten des Kontintents. 

 

Aber in meinem Herzen locken auch all' die anderen Regionen. Die Kimberley's im Nordwesten. Die Regenwälder des Nordostens. Ich möchte endlich auch mit den Ureinwohnern dieses Landes in Kontakt kommen. Und immer wieder, immer wieder wird es mich in die Mitte Australiens ziehen. Zum roten Felsen. Dem Beginn der Traumzeit.

 

In meinem Inneren tönt schon seit Wochen immer wieder die heimliche australische Hymnne "Waltzing Mathilda". In meinem Inneren höre ich auch die Gesänge der Aborigines. Das Land ruft mich.

 

Ich habe die Bücher über die wilden Weitwanderwege gelesen und bin mit den Worten den Pfaden gefolgt. Tausende von Kilometern sind geträumt und warten darauf, gegangen zu werden. Ich weiß auch, das ich dafür Fähigkeiten brauche, die ich noch gar nicht habe. Ich brauche ein Wissen um eine fremde Natur, um allein unterwegs sein zu können. Alles das kommt nicht über Nacht.

 

Aber ich taste mich heran. Und freue mich über die ersten Zentimeter Neuland....

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