Der grüne Planet

 Coline Serreau - 1996

 

Es ist faszinierend, unsere Erde durch die Augen eines Wesens zu sehen, dass bei klarem Verstand ist. So habe ich diesen Film empfunden. Es ist wie in einen Spiegel zu schauen und sich selbst ohne Lack und Schminke betrachten zu können. Was da zum Vorschein kommt, ist hart aber realistisch. Und bei allen Abstrichen dieses Film und einigen Ungereimtheiten, die eigentliche Botschaft bleibt vollkommen klar. Hey, wir sind hier auf dem Holzweg! Es geht auch ganz, ganz anders und dieses Anders fühlt sich wesentlich besser an. Wesentlich logischer und wesentlich menschlicher als alles, was wir heute hier leben. Es wird Zeit, aufzubrechen, in unsere Zukunft!

Avatar - Aufbruch nach Pandora

 James Cameron

 

Nein, das ist keiner dieser "Ballerfilme", auch wenn es auf den ersten Blick so ausschauen mag. Avatar erzählt bei aller "Actionlastigkeit" eine Geschichte, die wir auf unserem Planeten oft genug selbst zelebriert haben und die uns offensichtlich noch immer begleitet.

 

Es erzählt auch die Geschichte einer Sehnsucht. Sehnsucht nach einer anderen Lebensweise. In Achtung und Einklang mit der Natur und in Verbundenheit mit allem Lebendigen. Der Film hat so viele wunderbare Szenen und Einzelheiten, die tief in die Sprititualität reichen und damit tief in unser eigenes, bekämpftes, verleugnetes und ersehntes Erbe.

 

Aber er hat auch jede Menge Blut- und Kampfszenen. Er zeigt Rücksichtslosigkeit, die Macht der Geldes und wie einfach es ist, zu töten, wenn man verleugnet, dass das Lebewesen vor den Augen, genauso ist, wie man selbst. Es ist gut, diese Seiten, so klar vor Augen zu haben, um entscheiden zu können, wo man selbst stehen möchte.

Die Tribute von Panem - 

The Hunger Games

 Suzanne Collins/Garry Ross

 

Dieser erste Teil der gleichnamigen Buchtrilogie hat für mich bislang die größte Kraft. Die gesamte Geschichte hält uns für meine Gefühl einen deutlichen Spiegel vor's Gesicht. Wir veranstalten keine Hungerspiele, in denen 24 jährlich neu ausgeloste Kinder in einer Arena um ihr Leben kämpfen müssen. Wir lassen sie nicht gegeneinander antreten. Nicht so. Aber einen Leistungswettbewerb kennen wir sehr wohl. Einen täglichen Kampf, in dem nur die "Besten" gewinnen, ist auch hier Routine. Es reicht unsere Kinder und unsere Schulen genauer anzuschauen. Wie weit entfernt ist unsere Welt denn wirklich von diesem Szenario, das jedem Zuschauer einen Schauer über den Rücken jagt? Wie weit entfernt sind wir von dieser medialen Vermarktungswelt, in der die Leute vor der Kamera ihre Seele verkaufen? Wie weit entfernt von der begeisterungswütigen Menge im Kapitol, das für eine Ablenkung vom eigenen Leben jede Unterhaltung akzeptiert? 

 

Nicht nur die Geschichte geht unter die Haut, weil sie einen direkten Bezug zu unserem Leben schafft. Auch die Leistung der Schauspieler ist außergewöhnlich. Sie hauchen den Figuren im Buch soviel Seele ein, das jede Szene mitreißt. Durch die Augen der Darstellerin von Katniss Everdin lässt sich der Wahnsinn dieser Welt unglaublich direkt betrachten. Das ist ein Film, den ich immer wieder anschauen könnte - so wie ich auch das Buch unzählig Male gelesen habe. 

 

Aber Vorsicht. Sowohl die weiteren Bücher als auch die Verfilmungen, verlieren für mich die Tiefe. Es gibt noch eine Botschaft. Sie ist sogar äußerst wichtig. Aber es gibt auch einen "Zwang" mehr und mehr Action, Blut und Tempo zu zeigen. Und da auch der Film selbst sehr wohl in diesem System des "Verkaufs" steckt, den er eigentlich anprangert, kommt man nicht umhin, den Trubel um Premieren oder Vermarktungstricks äußerst kritisch zu erleben. Panem ist näher, sehr viel näher, als wir denken. 

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