Tag 4

Whatipu - Pararaha Campground

Fotos: Heike Würpel

Es ist eine kurze Strecke heute. Ich habe keine Zahlen, aber sonniges Wetter hat mich auf grandiosen Ausblicken begleitet. Die ganze Zeit. Meine Verbindung mit dem Land ist tief geworden in diesem einen Tag der Stille und des Fühlens. Sie wird mich nicht mehr verlassen. Meine Schritte sind ruhiger geworden, gemächlicher. Dieses innere "mich-beweisen-wollen" wird langsam ruhiger. Es macht Platz für den weiten Raum in meinem Herzen, der jeden Moment mit Freude umarmt.

 

Sogar bei diesem Abstieg ins Pararaha Valley. Immer am Abgrund. Rutschig und teilweise wirklich gefährlich. Ein falscher Schritt und ich würde knapp hundert Meter tiefer im Tal liegen. Besonders eine Stelle vertreibt mir fast die Zuversicht. Purer, blanker, rutschiger Stein. Kaum Tritte. Eine Kette zum Halten. Sonst nichts. Ich habe das Gewicht meines Rucksacks nie mehr gefühlt, als hier. Es ist ein reiner Balancakt, diese wenigen Meter. Und ich bin heilfroh, niemals mehr dort entlang zu müssen. Der Campingplatz - wieder ein Traum und diesmal bleiben auch die Schüler aus. Mein Zelt findet direkt am einem Fluß seinen Platz, die Wellen locken zum Hereinspringen.

 

Aber noch mehr lockt mein Lieblingsstrand. Karekare. Dreimal laufe ich an diesem Tag noch hinüber. Über eine Stunde hin, über eine Stunde zurück. Ich bekomme nicht genug, von diesem Ort. Ich werde nie genug bekommen. Und auch der Weg dorthin ist ein Traum. Weite Sumpfflächen, Sanddünen, Steile Berghänge in allen Grünfarben dieser Erde, blühende Pohutakawa-Bäume..... Ich bin im Himmel. Besser geht es einfach nicht. Ja, das ist mein Platz. Das ist genau der Ort, an dem ich mir immer gewünscht habe, zu sein. 

 

Ich bleibe lange, beim letzten Mal, im Abendlicht. Fühle die Kraft des Ozeans. Das Pulsieren der Wellen, das mit meinem Blut tanzt. Ich nehme das goldene Leuchten der Himmels in mir auf und reite auf den beiden Regenbögen, die mir der Himmel schickt. Der Wind zaust in meinen Haaren, er braust um meinen Körper. Und mein Blick taucht in die Unendlichkeit von Sand und Meer. Keine Grenzen, keine Zäune. Bloße Weite....

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