Tag 2

Brown Hut zur Perry Saddle Hut

Reine Laufzeit: 5 Stunden

17,5 Kilometer

775 Meter Anstieg

Fotos: Heike Würpel

Ich bin ganz früh auf den Beinen. Der Morgen ist herrlich kühl, der Himmel verspricht wieder einen traumhaften Tag. Die Familie schläft noch und ich packe meine Sachen und gehe den langen Weg bergan. Der Anstieg ist erstaunlich leicht. Und ich kann mich prima konzentrieren, weil es kein ständiges Auf und Ab ist sondern immer nur in eine Richtung geht. Nach oben. Stetig und unverrückbar. Es macht richtig Spass, weil an jeder Ecke neue Ausblicke locken.

 

Kurz nach Mittag bin ich schon auf der Hütte, voller Elan und Energie. Das hat so gut getan, dieses Laufen heute. Und noch bin ich allein hier, in diesem Haus. Es ist eine Prachthütte. Fast niegelnagelneu. Alles vom Feinsten. Sogar Gaskocher gibt es hier. Was für ein Luxus. Ich suche mir mein Plätzchen für die Nacht und klettere auf einem steilen Pfad hinunter zum "Mountain Spa".

 

Es ist ein herrliches Wasserloch direkt am Bergbach. Der Ranger ist gerade dabei, den Weg ein wenig besser zu befestigen und stört sich nicht im geringsten daran, das ich nackt ins Wasser springe. Wir unterhalten uns bestens und auch der Abend bleibt friedlich und schön. Natürlich sind meine Familien wieder da, aber irgenwie stören sie mich nicht mehr so wirklich. Etwas in mir hat ein Stück Frieden entdeckt und verweilt darin. 

 

Das Abendlich lockt mich noch einmal hinaus zum Fotografieren. Die Natur um mich herum ist absolut fantastisch. Allein diese dicken Moospakete! Sie schimmern in allen Gelb-Braun und Grünfarben, die es auf dieser Erde gibt. Sie bedecken die Bäume wie ein flauschiger Teppich und ich würde mich am liebsten an jeder Ecke mit hinein kuscheln. Jede kleine Pflanze hier ist ein ganzes Universum und fühle mich so aufgehoben und integriert, wie in der ganzen letzten Woche nicht. Es ist einfach wunderschön, diese pure, pralle, lebendige Pracht um mich herum!

 

Als ich schon langsam am Zurückschlendern bin, kommen noch Wanderer den Berg heraufgekeucht. Ihr Gepäck entpuppt sich als blanker Wahnsinn an Gewicht. Was hier für Nahrung hochgeschleppt wird, ist einfach unglaublich. Gourmetküche vom Feinsten. Inklusive Butter und Cream Cheese. Frisches Gemüse, Konserven, es ist alles vertreten, was eigentlich absolut nicht in einen Rucksack gehört. Kein Wunder, das die Leute so fertig aussahen. Das wäre ich auch gewesen. 

 

Ich schaue der Welt beim Sein zu, den ganzen, langen Abend und schlafe himmlisch ruhig in einem Raum mit nur zwei nicht schnarchenden Frauen. Auch das, purer Luxus!

Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
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Foto: Heike Würpel
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Foto: Heike Würpel
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