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Thema:

Der lange, dunkle Winter, in der wir auf vielfältige Weise im Rückzug und der Innenschau waren, geht zu Ende. Wir wagen uns aus unserer gut beschützten, behüteten "Höhle" ins Licht und Erleben ein Aufkeimen der Kräfte, die unter der Schneedecke geschlafen haben. 

 

Deshalb ist die Kraft des Vollmondes hier so wichtig. Denn das Aufblühen des Mondes symbolisiert den Lichtaspekt von Imbolc. Es zeigt diese Kraft der Erneuerung. Das erste Mal mündet der lange, dunkle Winter mit seinen inneren Prozessen und stillen Herausforderungen ins Licht. In den dunklen Monaten hat sich die Saat in uns langsam und fast unmerklich gewandelt. Wir haben uns verwandelt und weiterentwickelt. Wie sind nicht mehr die Gleichen, wie noch im letzten Jahr. Wir sind gereift. Jetzt ist der Moment des Bewußtwerdens dieses Wandels gekommen. 

 

Imbolc ist ein Moment, an dem Zusammenhänge klar werden, die lange in uns gekeimt haben. Erkenntnisse tauchen auf und Entwicklungen werden rund. 

 

Fruchtbarkeit, Erneuerung, Jugend und Frische sind Stichworte. Ebenso wie Reinigung und die Lösung von Altem. Jetzt beginnt die Zeit des Frühjahrsputzes - im Außen und im Inneren. Pläne und konkrete Ideen werden geboren. Jetzt ist die Zeit des Schmiedens der neuen Schritte im kommenden Jahr. 


Zeitpunkt:

Das ursprüngliche keltische Fest - Imbolc - wurde im Zuge der Christianisierung zu Maria Lichtmess. Unter diesem Namen wird es noch heute gefeiert. Es hat jedoch nocht mehr seine volle Kraft, weil es jetzt in den Sonnenkalender eingewoben worden ist und einen festen Termin bekam, den 2. Februar.

 

Eigentlich ist es jedoch ein Vollmondfest. Es wird am zweiten Vollmond nach Yule (der Wintersonnenwende) gefeiert. In den meisten Jahren liegt es also auf dem ersten Vollmond des Jahres, Ende Januar. Dann ist auch die Energie am deutlichsten spürbar.


Namensursprung:

Wahrscheinlich geht der Name "Imbolc" auf das altirische Wort "Imbfolc" zurück. Es bedeutet übersetzt "Waschung", "Reinigung" oder "Läuterung".


Göttinnen:

Brigid (ursprünglich: Breo-Saighit), die Licht-Göttin aus dem keltisch-irischem Raum, ist diejenige, die uns das geistige Licht mitbringt, um uns für das neue Jahr zu inspirieren. Sie steht für den Neuanfang und den Frühling. Ihr ursprünglicher Name bedeutet in etwa "flammender, glänzender, leuchtender Pfeil". Sie war die wichtigste Göttin der Kelten und als Muttergöttin auch Schutzherrin von Vieh und Ernte. Bis heute ist sie in ihrer christlichen Form Nationalheilige Irlands.

 

Brigids Symbol ist das Feuer. Jeden Morgen wurde sie mit einer Flamme auf dem Haupt neu geboren. Ihre Feuerkraft ist es, die das Eis schmelzen und das Wasser wieder fließen lässt. Sie versprach neue Fruchtbarkeit und durchströmt mit ihrer Frühlingskraft Pflanzen, Tiere und Menschen. 

 

Wasser aus ihren heilkräftigen Quellen machte Menschen wieder gesund. Es wusch die Augen klar und hell. 



Geschichten:

Brigid reitet jetzt, zum Ende des Winters auf einem Hirschen, weckt die Samen und schüttelt die Bäume, so dass alles Säfte des Lebens von neuem zu sprießen beginnen können.

 

Imbolc kennzeichnet die Zeit, in der der Bär seinen Winterschlaf beendet und zum ersten Mal wieder seine Nase aus der Dunkelheit der Höhle ins Licht reckt. Der Bär ist ein Lieblingstier von Brigid. 


Symbole:

  • Kerzen, Feuer, Sterne, das Licht des Vollmonds und der Sonne
  • Die ersten Blumen, Schneeglöckchen und Krokusse
  • Bärlauchspitzen, Vogelgezwitscher
  • Aufbrechende Eisdecken, Schneeschmelze
  • Efeu- und Getreidekränze
  • Milch- und Eierspeisen für die Fruchtbarkeit und keimendes Leben
  • Weiß, Gelb und Grün als Farben
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