Die Natur erwacht

 Grüne Freude, der Frühling ist da!

Das zweite Sonnenfest feiert den Moment, an dem Tag und Nacht die gleiche Länge haben. Balance zwischen Licht und Dunkelheit. Von jetzt an übernimmt die Sonne das Zepter im Jahreskreis. Wärme und Licht werden zu den bestimmenden Elementen der nächsten Monate. 

 

In diesem Augenblick befindet sich die Welt in perfekter Harmonie. Es ist der Augenblick, der wie ein Startschuss wirkt. Alles erwacht zu sichtbarem neuen Leben. Die Natur reckt sich und streckt neue zarte grüne Blätter in den Himmel. Ostara ist der Moment, in dem das Wachstum sichtbar wird. Es hat schon lange vorher gewirkt, doch jetzt durchbrechen die Sämlinge die Erdkruste und baden zum ersten Mal im Sonnenlicht. Alles, was in den langen Monaten davor unter der Oberfläche vorbereitet wurde, unsichtbar und unmerklich, wir nun mit einem Schlag offensichtlich. 

 

Von diesem Moment an können wir die kleinen Pflanzen in uns und um uns herum auch mit den Augen erfassen. Wir können sie hegen und pflegen und ihnen bewußt beim Wachsen zuschauen. Es gibt keinen Zweifel mehr, weil wir die Veränderung sehen können.

 

Ostara ist ein Fest der Freude und der Feier. Es feiert die Freude des Wachstums, die Freude der Wiederkehr des grünen, atmenden Lebens. Es feiert die steigenden Säfte, in den Pflanzen und in uns. Fruchtbarkeit und Sexualität beginnen jetzt eine große Rolle zu spielen. Die Lust erwacht, nicht umsonst ist der Frühling die Jahreszeit der neuen Liebe. So, wie die Natur in den nächsten Wochen in voller Blüte stehen wird, so sind auch wir uns unserer Blüte bewußt. Es gibt keine Zeit im Jahr, in der wir selbst uns schöner und anziehender finden. Es gibt keine Zeit, in der wir weniger Zweifel an uns selbst haben. Um uns herum explodiert das Leben und wir feiern. Trunken und glückseelig, mittendrin.

 

Der Name Ostara und viele Bräuche uns Symbole rund um dieses Fest vermischen sich mit der christlichen Tradition. Aus Ostara wurde Ostern. Osterhasen sind uns auch heute noch wohlbekannt. Und die Auferstehung Jesu fällt nicht umsonst in diese Zeit. Die Christen machten aus dem Sonnenfest allerdings einen Termin, der sich interessanterweise nach dem Mond richtet und jedes Jahr wieder neu bestimmt wird. 

Symbole und Bräuche:

 

  • Rot gefärbte Eier für die Fruchtbarkeit
  • Eine Waschung mit Osterwasser, dem klaren Wasser einer Quelle
  • Der Osterhase für die Fruchtbarkeit
  • Eierspeisen, ebenfalls für die Fruchbarkeit
  • Die Segnung der Felder
  • Pflanzen: Primel, Klee, Huflattich, Pestwurz
  • Palmenbuschen aus den grünen Zweigen von Buchs, Eibe, Sadebaum, Tuja, Tanne, Fichte, Weidenkätzchen, Holunder, Hasel und Buchen
  • Blütezeit von Schwarzdorn, Ulme und Ginster
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