Die heilige Hochzeit

 Ein Fest der Vereinigung

In diesem Fall hatten die christlichen Missionare die geringste Chance etwas zu verändern, wenn sie auch mit Sicherheit die meiste Mühe darauf verwendet haben. Beltane ist DAS Fest der Liebe, Lust, Leidenschaft und Vereinigung. Es ist die Nacht, in der sich Mensch mit Natur verbindet und Frau mit Mann. Es ist die Nacht, in den die neuen Paare das helle Freudenfeuer verlassen, in die Birkenhaine oder andere Wälder gehen und miteinander verschmelzen.

 

Es ist das Fest, in der der Samen des Mannes die Erde befruchtet und dem Schoß der Frau neues Leben schenkt. Es ist die Nacht in der sich die Frau und die Erde der Liebe öffnet und vollkommen hingibt. Es ist die Nacht der Leidenschaft. Die Nacht der Heiligen Hochzeit. Die pure Freude am Lebendigsein.

 

Bis heute sind die alten Bräuche relativ unverfälscht erhalten geblieben. Walpurgis ist immer noch ein Begriff, die Sprünge über das Feuer kennen wir fast alle und der Maibaum, ein pures Symbol der Vereinigung, ließ sich niemals ausrotten. Die Sexualität ist die Kraft des Lebens. Sie lässt sich eine Zeitlang mit viel Energieeinsatz unterdrücken - und das hat die Kirche redlich versucht - aber sie lässt sich niemals auf Dauer einsperren. Selbst der Maifeiertag der Arbeiter lehnt sich an Beltane an. 

 

Nur das Datum liess sich verändern und das hat eine große Wirkung. Denn Beltane ist ein Vollmondfest. Seine Zeit - die Zeit der höchsten Energie liegt auf dem 5. Vollmond nach Yule. Wir kennen Walpurgis meist nur als Tanz in den Mai, festgelegt auf den 31.April, die Nacht zum 1. Mai. Doch da hat sich die Energie schon wieder völlig verändert. Probiere es einfach aus. Du wirst einen Unterschied fühlen.....

Bräuche und Symbole:

 

  • Der Kuckuck als Verkünder der Wonnezeit
  • Der Maibaum - ein geschälter Birken- oder Fichtenstamm (Lingam), die grüne Krone geschmückt mit einem von großen, bunten Bändern geschmücktem Blumenkranz (Yoni) - das pure Symbol der Vereinigung von Mann und Frau
  • Berauschende Getränke, versetzt mit Bilsenkraut und Waldmeister
  • Die Wahl der Liebesgöttin, geschmückt mit Weißdorn, Gänseblümchen, Mageriten, frisches Birkenlaub, gekrönt mit einem Blütenkranz und des "grünen" Mannes, gewandet in frisches Laub - ihr göttlicher Gefährte
  • Schlüsselblumen und Veilchen als weitere Charakterpflanzen
  • Heilige Bäume sind Birken und Weiden wegen ihrer lebendigen Vitalität
  • "Baden" im Morgentau
  • Und natürlich die Nacht unter dem frischen Blätterlaub, den Duft der Erde in der Nase, hineingesunken in die Arme eines geliebten Menschen
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