Tag 2 - Clinton Hut zur Mintaro Hut

16,5 Kilometer

Stetiger leichter Anstieg

Fotos: Heike Würpel

Was für ein Traum-Tag! Vom ersten Augenblinzeln bis zum Schlafengehen ist es Schwelgen in purer Schönheit. Trunkenes Glück und das Geniessen jedes winzigen Augenblicks. Es gibt keine Gedankenabschweifungen in meinem Kopf. Ich bin vom ersten bis zum letzten Augenblick ganz und gar im Hier und Jetzt. So unmittelbar und so ohne jede Unterbrechung, das dieser Tag die Ewigkeit darstellt. Ewiges Paradies.

 

Die Sonne lacht vom Himmel, umhüllt mich mit Wärme und lässt ihr Licht in jeden Winkel dieses Märchenwaldes leuchten. Der Clinton-River, dem ich auf einem richtig, richtig bequemem Weg folge blitzt immer wieder zwischen den Stämmen mit seinem sagenhaftem Türkis durch und lädt mich am Ende mit einem grandios tiefem, herrlich eisigem und vollkommen klarem Wasserloch zum Schwimmen ein. Naja, Dippen. Zu Schwimmen, das schaffe ich es auch bei drei Anläufen nicht. Aber dieses Prickeln auf der Haut und das langsame Aufwärmen in der Mittagssonne - was für ein Gedicht!

 

Jeder Schritt hier ist eine Offenbarung und es ist pure Lust weiterzugehen. Ob es die Berggipfel mit ihren Schneekuppen sind oder diese blütenübersäten Bäume, die mich an Kirschen erinnern, alles ist vollkommen. Einfach nur vollkommen. 

 

Im Hochtal warten dann zu allem Überfluss auch noch die genialsten Wasserfallseen auf freudige Schwimmer. Es ist warm genug um richtig lange unter dem hohen Gichtteppich zu bleiben. Mein Körper schmiegt sich an die warmen Felsen, das Wasser sprüht und strömt von über 30 Metern auf mich herab und die Sonne wärmt meinen Rücken. Ich war noch niemals in der Natur so glücklich. So ganz rein und ohne jeden Abstrich. 

 

Ich bin in aller Geruhsamkeit unterwegs. Es gibt keinen Grund, schneller zu laufen, als unbedingt nötig. Es reicht vollkommen im Abendlicht bei der Hütte anzukommen und auch dort gleich wieder nach draußen zu laufen, um die letzten goldenen Strahlen der Sonne am hiesigen Mintaro-See zu genießen.

 

Auch hier könnte ich wieder schwimmen, aber es reicht, den Enten beim abendlichen Körperputz zuzuschauen, das Bergpanorama in mir aufzusaugen und den weißen Sandstrand unter meinen Fußsohlen zu fühlen. Die Sandfly's umschwirren mich wieder mit aller Macht. Aber das Mückenmittel wirkt tadellos. Und wenn mein Hunger mich nicht zum Abendessen rufen würde und die Sonne nicht bald hinter dem Berg verschwunden wäre - empfindliche Kälte einladend - säße ich wohl noch immer dort.....

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