Tag 1 - Hörschel nach Ascherbrück

Gehzeit: gemächlich ;-)

19,1 Kilometer, ca. 350 HM nach oben

                                                                                         Fotos: Heike Würpel

Ich stehe tatsächlich am Anfang. Am richtigen Anfang des Rennsteigs. Direkt am Ufer der Werra. Der kleine Kieselstein mit dem kupfernen Herz liegt in meiner Hand, das Schild mit der Kilometerangabe bis Blankenstein winkt hinüber und ich bin einfach nur glücklich. 

 

Die ersten Schritt hinauf durch diesen herrlichen Buchenwald - pure Freude. Und auch als der Himmel kurze Zeit später entscheidet, mich gleich mal zu duschen, kann das mein glückliches Lächeln nicht vom Gesicht wischen. Dafür gibt es Regensachen, also, was soll's... Vorbei an tollen Aussichtspunkten, von denen ich heute keinerlei Aussicht habe - vorbei an einer Pferdeweide, vorbei an kleinen Orten.... Immer weiter nach oben. Zwischendurch begegnet mir ein Auto, der Fahrer hält den Daumen hoch und schickt mir in dieser kleinen Geste Respekt und Grüße durch die Scheiben - es tut richtig gut.

 

Die Hohe Sonne grüßt herüber, sie sieht trübe aus, heute, im neblig-grauen Wetter. Die stark befahrene Straße nebenan ist ein Schock. Das war sie allerdings auch gestern schon, als ich von Eisenach über die Drachenschlucht hier herauf gelaufen bin. Eine kurze Pause, ein heißes Wasser, ein Stück Kuchen, nichts wie weg... 

 

Und wo will ich heute schlafen, wie weit will ich laufen. Das entscheide ich erst danach, ganz spontan. Kein Plan, der mir vorher schon einen engen Rahmen setzt. Tut das gut, einfach so aus dem Tag, dem Bauch und der Gefühl heraus zu leben! So ist es stimmig, so soll es sein... 

 

Ascherbrück heißt mein Ziel, oberhalb von Ruhla liegt es direkt am Rennsteig und besteht eigentlich nur aus einem kleinen Gasthaus mit Pension. Irgendwann gegen 16:00 Uhr bin ich da. Müde und zufrieden mit der Welt. 

 

Abends zieht es mich nur kurz in die Gaststube, ich möchte nur allein sein, meine Soljanka löffeln (hmmmm, lecker) und dann wieder verschwinden. Vielleicht halten mich die Leute, die an meinen Tisch gesetzt werden für schrecklich unsozial, aber das ist mir vollkommen schnuppe. 

 

Nein, heute ist kein Tag für Gespräche, für fröhliches Geplänkel. Kein Raum für die typischen Urlaubs-Aussteigerstimmung um mich herum. Und auch kein Raum für Bierseeligkeit am Abend. Das hier ist meine Wanderung und es ist mein stiller Tag. Genauso, wie ich es mir gewünscht habe...

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