Tag 7 - Friedrichshöhe nach Spechtsbrunn

Entfernung: ca. 22 km, ca. 300 HM↑, ca. 300 HM↓

Lauftempo: Zügig, aber nicht mehr ganz so fröhlich, wie vorher

                                                                                       Fotos: Heike Würpel

Noch bleibe ich in Thüringen, aber die Energie der Strecke hat sich verändert. Die ehemalige Grenze rückt näher, der Himmel ist grau, ich verlasse meinen Lieblingsort und ich weiß, das mich heute relativ viele Straßen begleiten werden. Umso mehr genieße ich die Strecken, in denen noch Stille herrscht. Von Friedrichshöhe hinunter nach Limbach, von Neuhaus bis nach Spechtsbrunn. Dazwischen wird es mühsam, zu gehen. Der Lärm der Hauptstraße ist zu nahe. Er zerrt unmerklich und beständig an meinen Sinnen und macht mich müde. 

 

Und selbst, wenn da mal ein Stück ist, an dem ich eigentlich die Aussicht genießen wollte, funkt die komplette Kindergartenbelegung von Limach dazwischen. Liebe ich Kinder? Im Augenblick nicht. 

 

Neuhaus. Erinnerungen an ein wunderbares Hotel, das leider direkt an der vielbefahrenen Hauptstraße liegt. Eine tolle Rast, leckere Linsensuppe und dann ein wunderschöner Abschnitt, fast verwunschen durch den Wald. Als Kind bin ich nie über diesen Ort hinausgekommen. Alles hinter Neuhaus war schon Grenzgebiet. Deshalb genieße ich die Schritte. Aber ich weiß auch, das ich mich in jedem Augenblick mehr dem Stück Rennsteig nähere, die ich überhaupt nicht mag. Und das macht das Laufen schwierig. 

 

Die Brandstraße, die Schieferbrüche, die schönen Ausblicke bis in den Frankenwald und dann der Abstieg nach Spechtsbrunn, das sind die letzten Höhepunkte. Ich bin den ganzen langen Tag unterwegs gewesen, bis fast in die Dunkelheit hinein. Im "Peterhänsel" finde ich einen schönen Schlafplatz. Aber mein Kopf kann nicht vergessen, das sich auch durch diesen Ort ein stetiger Verkehrsstrom hindurch windet. Schon der Anblick von Spechtsbrunn aus der Ferne war ein Schock. Die Hauptstraßen im Blick, dazu eine riesige Industrieanlage. Nein, ich fühle mich nicht wirklich wohl hier. Auch wenn mein Zimmer nach "hinten" hinausgeht und ich auf die Kirche schaue. Ich trauere Friedrichshöhe hinterher....

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