Frühlingspracht in Schweden 

Gotland von seiner schönsten Seite

Fotos: Heike Würpel

Himmel. Purer Himmel! Es ist sooo schön hier im Frühling. Die Orchideen spriessen auf fast allen Wiesen, die Luft ist lau... Und wieder bin ich in einer vollkommen anderen Welt gelandet, nur wenige Stunden von Berlin entfernt und nach nur einem knappen Tag in Deutschland und einer Nacht in Stockholm. Korfu liegt noch im Blut, aber um mich herum hat sich alles verwandelt.

 

Ein Schock erwartet mich auch hier - die Ulme. Meine wunderschöne Ulme in Visby ist wirklich nicht mehr am Leben. Sie hat den letzten Winter nicht überstanden. Rein äußerlich soll ihr ein Sturm den Garaus gemacht haben, aber ich habe ihre Botschaft nicht vergessen - unseren Abschied. Sie wußte, das sie sterben wird. Ich wußte es. Aber die Trauer darüber, das es Wirklichkeit geworden ist, trifft mich mit voller Wucht. Im strahlenden Sonnenlicht stehe ich auf dem Platz, der so leer ist ohne sie. Und weine...

 

Ich weine auch, wenn ich die Kalksteinbrüche von Gotland sehe. Die aufgerissene Erde, dieses emsige menschliche Wühlen im Boden und diese Ödniss, die am Ende zurückbleibt. Wüste. Scheinbar begrenzt auf einen kleinen Bereich, aber der Wahnsinn hat Folgen.

 

Die gesamte Grundwasserzirkulation von Gotland steht auf Messers Schneide. Niemand kann abschätzen, ob das Wasser in Zukunft ganz verschwinden wird, weil die Gier mehr und mehr abzubauen, jede Pufferfunktion der Natur unmöglich macht. Gerade läuft ein Prozess, der verhindern soll, das neue Steinbrüche eröffnet werden. Zum ersten Mal haben sich die Schweden wirklich in den Protest gestürzt und wenigstens das erreicht. Aber die Hoffnung hier ist nicht groß, das Stockholm auch nur im Enferntesten an Gotlands Problemen interessiert ist. Zu klar ist die Politik, die alle Naturschätze ausbeutet. Und zwar immer da, wo wenige Leute leben oder Leute, deren Wahlstimmen-Gewicht zu gering ist, um irgend jemanden aufzuscheuchen. Siehe Lappland. Und siehe Gotland.

 

Neben diesen Abgründen lebt pures Licht. Die Farben- und Blütenpracht dieser Insel sind ein absolutes Gedicht. Ich habe noch nie so viele Fotos auf einmal gemacht und ich kann nicht aufhören, weil jede Blüte so unendlich schön und einmalig ist. 

 

Danke Gunnar, für diese Entdeckungen, danke für dein Zeigen, es ist so ein Geschenk..... 

 

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Foto: Heike Würpel
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