Traumland - Was bleibt wenn alles verkauft ist?

Island - das Paradies auf Erden? Unverfälschte Natur? Wildnis pur? Ja, das gibt es, aber wie überall auf der Welt, verkaufen auch die Isländer ihre Erde. Hier wird so direkt und unverfälscht sichtbar, wie wahnsinnig wir Menschen sind, das es nur noch wehtut.

 

Millionen von Touristen kommen jeden Sommer, um das zu fühlen, was sie andernorts zerstört haben. Bei sich zu Hause und überall sonst. Noch gibt es das auf Island. Gerade noch.

 

Anlässlich des Bau's des Kárahnjúkar-Staudamms, der heute die Energie für die Aluminiumfabrik in Reyðarfjördur liefert, schrieb Andri sein Buch "Dreamland".

 

Es zeigt, was überall geschieht. Jeden Tag. Es zeigt, aus welchen Ursachen heraus, die Menschen der Zerstörung der Natur zustimmen. Was sie glauben lässt, das eine Wüste besser ist, als blühende Landschaften. Was uns kurzsichtig sein lässt. Er beschreibt die Angst um die Existenz, der ganze Staaten nach dem scheinbar rettenden göttlichen Strohhalm greifen lässt.

 

Im Fall von Island ist das Alcoa und die Aluminiumindustrie. Es ist die lückenlose Nutzung der Wasserkraft. Die Einbetonierung des Landes. Der dazugehörige Film packt das in kraftvolle Bilder, was das Buch beschreibt. Nicht nur ein Film für jeden Island-Liebenden sondern für uns alle. Weil es unseren Alltag beschreibt. Bestürzend. Direkt. Und düster.

Von Menschen und Pferden

Eigenartige Menschen? Ein eigenartiger Humor? Ein fremdes Leben? Irgendwie ja. So karg, wild und außerirdisch, wie die isländische Natur scheint, so sind auch ihre Menschen. Schräg. Wie aus einer anderen Perspektive. Direkter. Unverblümter. Und gleichzeitig von ganz anderen Ritualen und sozialem Gefüge gekennzeichnet, zieht dieser Film mitten hinein in diese Wirklichkeit. Wie ein Spiegel im Spiegel, in dem wir uns doch irgendwie wiedererkennen. Ein faszinierender Film, der weit mehr zeigt als ein paar Geschichten, die sich um das Verhältnis von Pferden und Menschen drehen. Es ist eine Einladung ins isländischen Denken und Sein. 

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