Der Riese im Osten

Superlative in jeder Beziehung

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Eigentlich ist alles unverständlich. Die Sprache, das Denken, das Miteinander. Noch war ich nie in China und ich habe mich nur marginal der Kultur genährt. Doch was herüberschwabbt sind meist angstmachende Szenarien. Diktatur. Kulturrevolution. Gruppenzwang. Sozialismus, der jetzt zum gnadenlosen Kapitalismus wurde und doch weiterhin eng bleibt wie ein luftabschnürendes Korsett.

 

China regiert im Geheimen die Welt. Auf jedem Kontinent besitzt China das "Tafelsilber". In Afrika das Land, in Amerika das Geld. Still und leise, gekonnt und auch mal agressiv bringen sie ihre Schäflein ins Trockene. Fast unbemerkt. Aber ungemein vorausschauend. Hier weiß man, was in Zukunft wichtig sein wird. Hier setzt man auf Technologien und setzt sie in Windeseile um. Technologien, die wir nur in vielen Jahren mal zur ersten, vagen Produktreife bringen. 

 

Chinas Tempo ist beängstigend, keine Frage. Es ist auch so schnell, das das langfristige und großräumig Denken dabei nicht mitkommen kann. Umweltfragen wurden immer weit nach hinten gestellt. Jetzt wird nachgeholt, aber der Größenwahn ist geblieben - siehe Drei-Schluchten-Staudamm. 

 

Alles hier muss riesig sein, ohne das die Menschen eine Chance haben, wirklich luftholend hinterherzukommen. Das Land hetzt ins Morgen, aber wohin geht diese Reise wirklich? 

 

Ein Geschenk dieses Landes für die Welt ist seine schnelle Anpassungsfähigkeit. Die Fähigkeit, alles über Bord zu werfen und komplett neu zu beginnen, wenn klar wird, das das Alte nicht mehr funktioniert. Das ist genial, bis zu einem bestimmten Punkt. Bis dahin können wir viel Lernen und frischen Wind in unsere Segel blasen. Doch - wenn das Tempo das Leben überholt, dann wird es gefährlich und genau an dieser Kante balanciert der Riese China seit ewigen Zeiten vor sich hin. Bleibt er wirklich in der Mitte???

 

 

 

 

 

 

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