Trubel, Trommeln, Farbentaumel

Vom Tropenland zum Himalayapass

                        © Simone / pixelio.de                             © k.h.S. / pixelio.de                          © Dieter Schütz / pixelio.de

Religion ist, in meinen Augen, in Indien eine der Schwächen, auch wenn sie allgemein als Stärke verkauft wird. Hinduismus mit seinem eingefahrenem Kastensystem, der abwertenden Stellung der Frau und einer Demutshaltung in Bezug auf die Existenz in diesem Körper und auf dieser Erde führen zu einem Leben, das alles als Karma und mehr oder minder unabänderlich betrachtet. Mit der Folge, das sich nichts wirklich verändern kann. Ein Kreislauf, der sich selbst in den Schwanz beißt. 

 

Nur langsam, ganz, ganz langsam brechen alte Strukturen. Und das in einer der fröhlichsten, farbenprächtigsten und lebendigsten Kulturen dieser Erde. Eigentlich steckt hier soviel Energie, das es für den ganzen Globus reicht. Aber es ist eine Kultur, die auf der Religion basiert und auf's Engste mit ihr verwoben ist. Einer Kultur, die als offen und umarmend gilt. Akzeptierend. Die aber im Augenblick mehr und mehr abdriftet in eine "nur Hindu-Gesellschaft", die dieses wundervolle Multikulti-Gewebe mit Islam und Buddhismus, mit Jainismus und Sikh zerstört. Seit Indiens Unabhängigkeit sind die Brüche im Gefüge offen zu Tage getreten und sie sind beleibe nicht gelöst.

 

Vielleicht auch deswegen, weil in hinuistischen Schriften selbst letztlich nur ein Gott in Frage kommt. Es klingt ein wenig wie das Christentum, das lächelnd andere Wege "toleriert", weil sie ja doch alle zu ihrem christlichen Gott führen. Da ist Arroganz spürbar. Eine spirituelle Arroganz, die umso stärker wirkt, weil sie sich als Offenheit kleidet.

 

Genauso wenig, wie die extreme Einstellung zur Stellung der Frauen, die in schon jetzt zu einem eklatanten Frauenmangel geführt hat, der sich ständig weiter potenziert, weil sich das Denken nicht ändert. Und leider auch genauso wenig, wie die Einstellung zu Ökologie, Umwelt und Natur. Vordenkerinnen wie Vandana Shiva sind rar. Und die Zerstörungen gehen rasant voran. 

 

Dabei ist Indien voller Schätze für die Welt. Mit genau dieser Religion und der Tiefe der Erfahrungswelt, die hier entstanden ist. Mit dem Wert, den das innere Wesen des Menschen beigemessen wird. Und mit der Achtung, die jedem spirituellen Sucher entgegengebracht wird. Hier wird ein Asket höher geschätzt, als jeder Andere. Hier ist das das Ziel der Existenz, alles andere ist bloßer Schein. Wir behaupten das Gegenteil. Letztlich ist beides ein Extrem. Die Mischung würde es machen. 

 

Genauso wie bei dieser unbändigen Lebensfreude, die in jedem indischen Fest offensichtlich und lautstark herüberschallt. Ein Stückchen vom Kuchen - perfekt. Aber bitte nur ein Stückchen... ;-)

Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
Foto: Marco Schlüter / pixelio.de
Foto: Peter / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Foto: Herbert Raschke / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
Foto: Rolf Handke / pixelio.de
Foto: Susanne Richter / pixelio.de
Foto: roja48 / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de
Foto: Peter A / pixelio.de
Foto: Carolin Daum / pixelio.de
Foto: Thomas Wiesendahl / pixelio.de
Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Gabi Schoenemann / pixelio.de
Foto: H.D. Volz - pixelio.de
Foto: hum / pixelio.de
Foto: Maren Beßler - pixelio.de
Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de
Foto: Alexander Altmann / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de