Feuriges Blut & Heiße Sonne

Temperamentvoller Süden

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Bisher habe ich Spanien nur gestreift. Meine Liebe zur portugiesischen Sprache hat mich noch ein Stück weiter wegrücken lassen von den feurigen, halbrecherisch schnell sprechenden Menschen dort unten. Für mich klingt spanisch hart im Vergleich zu seinem Nachbarn im Westen. Viel zu hart.

 

Mallorca. Ja, da ist es schön. Mehr kenne ich noch nicht von Spanien. Bis - auf die Musik. Den Flamenco, die Gitarrenklänge. Das Essen. Ich erinnere mich an durchfeierte Nächte in einer spanischen Bodega in Minden. Damals, mit Freunden und diesem unglaublichen Rhythmusempfinden, das jeder Spanier im Blut zu haben scheint. Es war die Zeit von den Gipsy Kings mit "Bamboleo".

 

Doch, es gibt etwas, das mich fasziniert. Ich habe es nur eine ganze Weile beiseite gestellt, um andere Seiten Europas zu entdecken. Jetzt ruft es immer stärker. Besonders Andalusien. Granada. Die Alhambra. Die Mischung aus arabischem und europäischem Erbe. Diese Symbiose, die es sonst nirgendwo gibt. Ich möchte sie entdecken. Und ich möchte mich der Sprache wieder annähren, die ich schon einmal ziemlich gut konnte. Wenn ich heute spanisch lese, spreche ich es portugiesisch aus. Die Krux mit romanischen Sprachen. Ich muss kleine Mauern im Kopf basteln um französische Worte von italienischen und portugiesische von spanischen fernzuhalten. 

 

Es hat mich noch einiges Andere abgehalten, dieses Land wirklich zu entdecken. Bisher. In Spanien wurde die Inquisition geboren und bis zur grausigen Perfektion umgesetzt. Ich habe sie selbst oft genug erlebt, um einen weiten Bogen um die Heimat dieser Idee zu machen. Hier war der Ursprung der Indianergemetzel in meiner alten Heimat Amerika. Ich erinnere mich auch an die düsteren religiösen Gemälde, die ich von spanischen Künstlern kenne. Alles nichts, was mich wirklich hierher gerufen hätte. 

 

Doch scheinbar kann ich jetzt darüber hinaus gehen. Es macht mir keine Angst mehr. Es lässt mich nicht mehr zurückschrecken. Und das ist gut so.

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