Land jenseits des Horizonts

Spielplatz für Eroberungsgelüste

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Es war das verheißene Land. Eine Quelle unendlicher Möglichkeiten. Eine Flucht aus europäischer Enge. Ausweg aus dem Korsett von Hierarchien und betonierten Strukturen. Die einzige Möglichkeit zu leben, zu überleben und sich dabei selbst neu zu erfinden. 

 

Das Resultat dieser Migrationswelle ist ein Flickenteppich an Kulturmischungen und jede Menge zerschlagenes Porzellan. Es war keine friedliche Landnahme. Die neuen Siedler kamen mit ihren Ideen und Vorstellungen und viel zu oft mit unverholener Arroganz. Den Ausgang kennen wir alle. Völkermord. Im Norden, in der Mitte, im Süden. Überall sind Amerikas Ureinwohner, die lange vor den Europäern hier ihr Leben aufgebaut hatten, überrannt worden. Ohne Rücksicht, ohne Achtung, ohne Interesse. Mit der vorgefertigten Überlegenheit der Waffen und der Übermacht der Gier. 

 

Bis heute wird in den wenigsten Fällen ein wirklicher Blick in die eigene Geschichte gewagt. Mit verheerenden Folgen für die Gegenwart. Die Ignoranz der USA führt jetzt zum absurden Höhepunkt der Präsidentschaftsfwahl und ihrem Ergebnis. Einem Präsidenten, für den man sich in Grund und Boden schämen könnte. US-Amerikaner glänzen mit einer Art "was kostet die Welt, wir kaufen alles - Mentalität", die nur abstößt. Die Zeiten, das sich die sogenannte Weltpolizei ihren Ruf wirklich noch positiv verdient hat, sind seit dem zweiten Weltkrieg Vergangenheit. Aber die Menschen leben noch immer in diesem Selbstverständnis, ohne die Karrikatur ihrer selbst überhaupt zu bemerken. Sie bemerken nicht, in welchem Gefängnis sie sich selbst eingemauert haben. Sie sind viel zu sehr damit beschäftigt, den Rest der Welt zu bekehren, als das sie sehen, das dieser Rest der Welt schon heute die Mehrheit in ihrem eigenen Land ist.

 

Südamerika kämpft auf seine eigene Art mit den Folgen seiner Tsunami-Politik. Wirtschaftlich, aber vor allem mit den unverblümten Folgen der Ausbeutung ihrer Natur. Die Abholzung des Amazonas Regenwalds und Aquakultur-Skandale in Chile sind nur die winzige Spitze eines Frachters, der sich zum Untergehen anzuschicken scheint. 

 

Gleichzeitig hat gerade Südamerika mit seiner unverwechselbaren Mischung aus afrikanischen, europäischen und amerikanischen Wurzeln einen Elan, der Berge versetzen könnte. Genauso ist es eigentlich in den USA und in Kanada. Neu-amerikanisches Denken auf der Grundlage von der Achtung des Lebens - so wie es die Indianerstämme teilweise heute noch leben - könnte eine Revolution sein. Eine wunderbare Inspiration für uns alle. 

 

Doch im Augenblick ist das Licht im Westen am flackernden Erlöschen. Es taugt mehr für Horror-Nachrichten, ein müdes Lächeln und genervtes Abwinken. 

 

Die Vision einer neuen Welt hat sich an vielen Stellen selbst "ad absurdum" geführt. Trotzdem spielt sie eine Leitfigur-Rolle, die ihr nicht mehr zukommt. 

 

Ich wünsche mir ein Amerika, das das Selbstbewußtsein der Ureinwohner und ihr Verständnis vom Leben an die erste Stelle hebt. Dorthin, wohin es gehört. Ich wünsche mir eine wirkliche neue Welt, die Wege geht, von denen Viele träumen. Nicht auf Kosten aller Anderen. Sondern verbunden. Hand in Hand. Gemeinsam. Mit ihren eigenen Farben, Kulturen und Schönheiten. Und mit den Völkern der gesamten Erde. 

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