Vom Extrem zur Harmonie

Mein Leben kommt in Balance

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Die Jahre der Vollblut-Nomadin sind vorbei. Meine Zelte, die ich glücklich mit mir herumgetragen und immer wieder neu aufgeschlagen habe, möchten Ruhepausen genießen, zwischen ihren Einsätzen. Und ich möchte wieder einen Ort haben, den ich mein ganz eigenes Zuhause nennen kann.

 

Vor zwei Tagen habe ich meinen neuen Mietvertrag unterschrieben. Es wird - nach vier Jahren ohne eigene Wohnung - wieder Räume geben, die nur mir gehören. In denen ich mich, ganz nach Gusto ausbreiten kann. An einem Platz, der mir entspricht. Ein kleines Dörfchen im Fläming, still und doch nicht abseits der ganzen Welt. Ohne Hochspannungsleitung, ohne Handymast und trotzdem mit einem schnellen Internet-Empfang. Bio-Laden im Ort und noch einem anderen, nur vier Kilometer weiter. Und - einem Netzwerk an Menschen in der Region, die die Welt auf ihre Art verändern und nicht nur ihrem trudelnden Untergang zuschauen wollen. 

 

Dieses soziale Netzwerk ist es, das ich vermisst habe, in den letzten Jahren. Ich habe Menschen vermisst, die hinter die Kulissen schauen können und wollen. Ihre eigenen und die der Anderen. Ich habe Menschen vermisst, die ihrem Weg bewußt folgen, sich selbst in Frage stellen und verändern. Menschen, die sich bewegen, nicht stehenbleiben. Innerlich und äußerlich. Menschen, die vorwärts gehen und nicht rückwärts hetzen wollen.

 

Egal, wo ich auf der Welt unterwegs bin, die Fragen und Probleme sind überall die gleichen. Die Angst ist überall spürbar. Die Fluchtvarianten ist überall ähnlich. Nichts davon ist mein Weg. Meine Welt besteht aus Chancen und Möglichkeiten. Nicht aus endlosen Minenfeldern und Stolperfallen. Und es tut einfach nur gut, wieder in ein Feld eintauchen zu können, das mich darin unterstützt. Dem ich mich nicht ständig neu erklären muss. Bei dem ich nicht kämpfen muss, ich selbst zu sein. Oder überhaupt nur meinen eigenen Raum halten zu können. 

 

Ostern - das wird mein Umzugstermin. Passender geht es kaum. Da, wo alles auf ein neues Blühen eingestellt ist. Genau da wird auch mein Leben einen neuen Duft bekommen.... 

 

Aber das ist nur die eine Seite. Was bleibt ist die Neugierde auf die Welt. Was bleibt ist die Freude am Entdecken von Ländern, Kulturen, Sprachen, Menschen. Was bleibt ist der Wunsch zu verbinden, was getrennt ist. Am Erforschen, was vergessen scheint. Und am Schreiben darüber. 

 

Nur, jetzt werde ich es nicht mehr exzessiv betreiben. Nicht mehr von einer Tour zur nächsten sprinten, in Rekordtempo Koffer packen und möglichst lange weit weg von Deutschland bleiben. Nein, in mir fühlt sich Beides gleichwertig an. Gleich wichtig. Das hier sein. Und das Reisen. Das Entdecken und das Verarbeiten. Das Bewegen und das Verharren. Äußeres Feuerwerk und Innere Einkehr. Allein sein und Verbindungen genießen. Gedankenstille und Austausch. Alles bekommt seinen Platz in meinem Leben. 

 

Es wird rund. Es wird harmonisch. Es wird ich - in jedem einzelnen Detail...!

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