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Deutschland - Afrika - Yoga

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Der schnellste Umzug meines Lebens. Hineingepackt in eine Woche. Ist es überhaupt eine Woche? Zwischen Island und den Kapverden. Ostern. Deutschland.

 

An einem Abend komme ich an, treffe Freunde, sitze gemütlich in einem kleinen vollgestopften Zimmer und scheine nichts zu tun zu haben.

Bis der innerliche Startschuß fällt und ich hochkonzentriert und im Sturmschritt alles packe. Im richtigen Moment geschehen die Dinge. Allesamt.  

 

Mietauto, Umzugshelfer. Hochlaufen, Runterlaufen. Auspacken. In diesen wenigen Tagen muss alles soweit wieder sortiert sein in den neuen vier Wänden, das ich weiß, wie und wo ich den Inhalt meines Koffers für Afrika finde. Wanderschuhe, Stöcke, Kleider, Bücher.... Moment für Moment erledige ich diesen Berg an Arbeit. Baue, bastle, schraube, räume ein - und werde fertig. Genau auf den Punkt.

 

Weiter. Hinein in ein neues Abenteuer. Kapverden. Neues Land. Neue Tour. Neue Gäste. Vom Winter in den Sommer. Vom Regen in den strahlenden Sonnenschein und in eine Welt, die völlig anders ist. Bunt, temperamentvoll und sehr, sehr trocken. Armut, Fröhlichkeit, atemberaubende Landschaften, heftigster Pauschaltourismus, Traumstrände.... alles nebeneinander.

 

Was mich am meisten berührt hat - neben dem Vulkan - ist die Tatsache, wie verschieden wir Menschen denken. Wie sehr wir alle in unserer eigenen Welt und Ansicht feststecken. Wieviel verstehen die Fischer hier vor Ort von uns? Was sehen sie? Was denken sie von diesen Menschen, die von weit her kommen, in stylischen Wanderklamotten und Wege gehen, die sie täglich hinauf- und hinuntersprinten. Wir müssen ihnen körperlich ziemlich tattrig vorkommen. So erreichen mich die Blicke zumindest. Die Welt dieser Menschen endet in ihrem kleinen Dorf. Im steilen Schulweg, den Hunden, die Ziegen reißen, dem nächsten Tal, dem Rand der Insel. Ihre Welt ist klar umrissen. Die Aufgaben verteilt.

 

Die Exoten sind wir, die Gäste. Aber wir bringen auch das Geld. Wie also kommen diese Seiten zusammen? Was für ein Bild ensteht wirklich in ihrem Kopf von uns? Uns welches Bild von ihnen bleibt bei uns - den Besuchern ihrer Welt? Ich weiß es bis zum Ende nicht. Ich spüre nur, das ich zwar die Verbindung zum Land habe, aber nicht wirklich zu den Menschen. Es bleibt ein Graben des "Nicht-Verstehens", des "Aneinander-Vorbeiredens", zumindest, den Kontakt zu Männern betrifft. Mit den Frauen ist es einfacher. Aber auch hier reichen die Erfahrungsbereiche nur in eine Miniumarmung. Zu verschieden sind unsere Leben. Was also bleibt? Lohnt es wirklich, hierher zu kommen? Ich bleibe mit meinen Fragen nachdenklich. Und irgendwie doch beseelt und glücklich und angefüllt. 

 

Szenenwechsel. ZEGG. Frühling. Herrlichster Frühling. Alles steht in voller Blüte. Die Lust auf Sexualität meldet sich.... Aber schon steht wieder ein Cut an. Der letzte Abschnitt der Yogalehrerausbildung wartet. Und - das ist keine Umgebung für Sexualität. Eher für das Gegenteil. Voll fokussiert. Lernen. Lernen. Lernen. Diesmal ist es wirklich Zeit für den Abschluss. Ohne Wenn und Aber....

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