Für die Liebe

Abschied im Sein

                        © wandersmann  / pixelio.de                   © twinlili  / pixelio.de                  © Rainer Sturm  / pixelio.de

Die Tür stand immer offen. Sie bleibt offen. Genauso, wie mein Herz. So abgerissen die Verbindung auch gewesen sein mag. Sosehr ich mich selbst auch abgewendet habe. Sie ist da. Sie bleibt da. 

 

Ich habe lange überlegt, ob ich dir schreiben soll. Ich habe lange überlegt, ob es stimmig ist. Auch wenn der Tag sich angeboten hat wie eine reife Frucht, habe ich gezögert und geprüft, hineingepürt, überlegt und nochmal überlegt. Wer will ich sein, angesichts dieses Tages? Wer will ich sein, angesichts dieses Geburtstages. Wer will ich sein, wenn du etwas so Besonderes feierst, auch wenn du die Brücke hinter dir verschlossen hast? Will ich wirklich den Kontakt noch einmal wiederaufnehmen? Ist es nicht eine Wiederholung der Wiederholung all dessen, was ich immer wieder getan habe und was sich nun nicht mehr richtig anfühlt? Ist es Angst oder ist es Liebe? Ist es Hinterherlaufen oder Souveränität? Bin ich es oder ist es ein altes Programm? Wieder und wieder habe ich die Situation durchlebt, beleuchtet und in allen Facetten angeschaut. 

 

Ich bin durch alle Extreme gereist. Vom eisigen, ewigen Schweigen und Verschließen zum innigen Flehen. Vom Wünschen und Erwarten zum unbewegten Danebenstehen. Nichts hat am Ende gestimmt. 

 

Bis zum letzten Moment war es nicht klar. Bis zu diesem Morgen war alles im Fluß. Doch dann war die Entscheidung da. Glasklar. Ich schreibe dir und ich schreibe damit auch mir. Eine Liebeserklärung. Ein Dank. Ein Segen. Absolution auf allen Ebenen? Ja, irgendwie schon. Es hat etwas so Leichtes. Freies. Fedriges. Wie eine Wolke, die am Himmel vorbeizieht, ohne wirklich beteiligt zu sein. Ein Abschied in innigester Verbindung. Eine Verbindung in völliger Loslösung. 

 

Ich schreibe mein Sein in Worte. Ich bekräftige meine Seele. Ich zitiere mein Herz. Und mache meine Liebe damit mir selbst zum Geschenk. Nie habe ich mich so deutlich gespürt, wie bei den Worten, die für dich aus meinen Fingern geflossen sind. Tränen. Freude. Erleichterung. Schöpfung. Ich habe Liebe geschöpft. Erschaffen. Ich fühle es. Ich bin es. Danke für diese Gelegenheit, ich selbst zu sein. Danke, du Leben. Danke mir. Und danke dir, Anam Cara.

Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
Foto: Marco Schlüter / pixelio.de
Foto: Peter / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Foto: Herbert Raschke / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
Foto: Rolf Handke / pixelio.de
Foto: Susanne Richter / pixelio.de
Foto: roja48 / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de
Foto: Peter A / pixelio.de
Foto: Carolin Daum / pixelio.de
Foto: Thomas Wiesendahl / pixelio.de
Foto: Uschi Dreiucker / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Gabi Schoenemann / pixelio.de
Foto: H.D. Volz - pixelio.de
Foto: hum / pixelio.de
Foto: Maren Beßler - pixelio.de
Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de
Foto: Alexander Altmann / pixelio.de
Foto: Heike Würpel
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de