"You're eating your emotions"

"Talk. Talk. Talk!"

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Hallelujah. Ich schwanke zwischen Entsetzen und Freude hin und her wie ein wassergefüllter Ballon, der auf dem Boden herumhüpft. Kurz vor'm Platzen. 

 

Was habe ich dieses ganzen Jahre mit mir gemacht? Ich habe tatsächlich und buchstäblich all' diese unglaublich intensiven und heftigen Gefühle heruntergeschluckt. Die Szenen poppen gerade vor meinem inneren Auge auf, wie Kino in 5-D. Inklusive allem. Jedem Stück Gefühl. Jedem Gedanken. Jedem Detail des Bildes. Zeitlupe. Großaufnahme. 

 

Dieser Moment, wo ich die Tür öffne und meinen Freund mit der neuen Frau in seinem Leben schlafen sehe. Der Augenblick, an dem ich realisiere das der Mann, den ich liebe, eine andere Frau in sein Leben eingeladen hat. Sie sitzt dort gerade, neben ihm. Und ich wußte nichts davon. Gar nichts. Er hat mir nichts gesagt. Als gäbe es mich gar nicht.

 

Nur zwei Szenen, doch die haben mich ebend so durchgeschüttelt, das ich kaum noch denken konnte. 

 

Was ich realisiere, ist, neben der Tatsache, das ich jetzt tatsächlich rede, die Gewissheit, das ich mich permanent und unablässig in die zweite Reihe gestellt habe. Ich war immer diejenige, die Rücksicht genommen und sich zurückgezogen hat. Irgendwo in mir drin habe ich ständig abgewertet. Und mich für weniger wichtig erachtet, als Andere. Vor allem meine Gefühle waren weniger wert. 

 

Was zur Hölle habe ich alles mitgemacht? Unglaublich! 

 

Und das alles nur, weil ich nicht glauben konnte, das irgendwer mir zuhören würde. Das es irgend jemandem wichtig wäre, was in mir vorgeht. Das es irgend jemand wissen will. 

 

Doch in mir ist Rebellion ausgebrochen. Offene Rebellion. Mit Flamme und Schwert. So! 

 

Jetzt wird geredet. Und zwar Tacheles, meine Herren! Ich habe nicht mehr vor, den Mund zu halten und das liebe Weiblein zu spielen, das sich hintenan kuschelt. Ich sage euch, was ich denke. Nicht in dieser verzweifelten, fast erstickten Form, die einem den Hals anschwellen lässt, weil nix mehr durchpassen darf. Nicht mit Tränen in den Augen, weil ich gleichzeitig Panik habe, das du dich umdrehst und gehst. Nein - selbstbewußt. Klar. Direkt. Und unendlich ehrlich. 

 

Das ist mal eine andere Form von Liebe. Nicht diese Keuschheitsgürtel-Christentums-Liebe der Selbstaufopferung, die ich da verinnerlicht habe. Was für ein wahnsinniges Konzept! Aber - ich habe es "gefressen".

 

Nein. Das ist Liebe zu mir. Ungeschminkt. Wahrhaftig. Echt. 

 

Das wird spannend. Himmel, wird das spannend!!!!!

 

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