Loslassen von Vergangenem

Sein - wo ich willkommen bin

 

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Liebe. Wie oft ist sie wirklich willkommen? Wie oft sind Herzen verschlossen? Können nicht glauben, wollen nicht glauben? Wie oft ist das Eis so hart, das jeder Sonnenstrahl abgeblockt wird? Wie oft habe ich trotzdem versucht, zu bleiben und zu scheinen? Wie oft habe ich meine ganze Energie auf eine Situation oder einen Menschen verwendet, der in einem ganz anderen Prozess seines Weges war. Wie oft bin ich gegen Mauern und Wände gerannt und habe doch immer, immer, immer wieder versucht, darüber zu klettern. Sie einzureißen. Herzen zu erreichen, die gar nicht erreicht werden wollten.

 

Wie oft bin ich verzweifelt und habe nur diesen unendlichen Schmerz erlebt, nicht gehört, nicht gesehen und nicht gewollt zu werden. Wieder und wieder und wieder und wieder.

 

Warum?

 

Weil ich glaubte, nicht gewollt zu sein. Es war tief in mir eingespeichert, nicht gewollt zu sein. Ich konnte gar keine andere Erfahrung machen, als diese. Aber nicht nur das. Ich habe nicht an mich geglaubt. Ich habe nicht daran geglaubt, das ich diese unglaubliche Liebe und dieses wundervolle Licht in mir trage. Das ich es verkörpere und scheine, scheine, scheine, wie ein Leuchtturm am Ufer eines sehr, sehr dunklen, tiefen Ozeans.

 

Ich habe Bestätigung gesucht. Dort, wo ich es am wenigsten finden konnte. Es war wie ein mühsames Brotkrumen sammeln. Es war unendliches Hoffen und ständiges Enttäuscht werden. Es hat mich stark gemacht, ja. Es hat mich sehr ausdauernd gemacht. Auch das. Aber letztlich habe ich  an den falschen Wänden gekratzt. Dort, wo ich in diesem Moment einfach nicht willkommen war.

 

Nicht, weil ich falsch bin oder nicht genug Liebe verkörpere. Nein. Einfach, weil in diesem Augenblick für diesen Menschen etwas ganz anderes dran war. Doch - ich habe es nie so sehen können. Ich konnte nie aufhören anzuklopfen. Mit allen, mir zur Verfügung stehenden Mitteln. Gegen jede Vernunft. 

 

Das, was ich gerade erlebe, ist wie ein Erwachen aus einem langen, langen, langen Alptraum.

 

Ich kann mich selbst als Liebe und Licht wirklich fühlen. Da ist eine Verbindung zu Gott, die fließt und fließt und fließt wie ein endloser Strom. Wie eine Vereinigung. Es ist weit mehr als Wissen. Es ist wesentlich mehr als Glauben. Es ist vollkommene Gewißheit. 

 

Jetzt kann ich loslassen. Wirklich innerlich, ganz tief loslassen. Von Menschen, bei denen ich geklopft habe. Bei Menschen, die einem Weg folgen, bei dem ich nicht willkommen bin. 

 

Es ist nicht so, das ich aufhöre zu lieben. Das geht gar nicht. Ich bin Liebe. 

 

Aber es ist ein Loslassen vom Bettler-Dasein. Ein Loslassen von dem Bedürfnis, mich willkommen zu fühlen, um einen Wert zu haben. Ein Loslassen vom Brauchen des Gesehen, Gehört, Wahrgenommen und Willkommen geheißen werdens.

 

Jetzt stehe ich tatsächlich wie ein Leuchtturm hier am Ufer des Ozeans. Ich scheine und scheine und scheine. Weil ich so durchlässig geworden bin, das ich das Licht aus der Quelle nicht mehr wie ein Schwamm selbst brauche. Mein Herz ist voll. Da ist soviel Liebe. Die in mich hineinströmt, die ich bin und die ich einfach hinaussende in diese Welt. Mit jedem Wort, mit jedem Lächeln. In jeder Begegnung.

 

Es sind nicht nur diese sanften "Einluller-Botschaften". So ist Liebe nicht. Sie sagt auch Dinge, die unbequem sind. Sehr unbequem. Sie erinnert dich auch an etwas, das du gerade nicht hören willst. Das kann im ersten Moment hart wirken. Vielleicht sogar kalt. Aber das ist es nicht. Es ist nur Klarheit. Die wie ein Schwert wirken kann. Doch - die Quelle, aus der sie kommt, ist immer Liebe. 

 

Jetzt vertraue ich dem Leben, das mich genau an die Orte und zu den Menschen bringt, bei denen ich willkommen bin. Und ich vertraue dem Leben, das die Menschen zu mir bringt, die mich wollen. Ich vertraue, das alles Handeln, das aus meinem Herzen kommt, richtig ist. Ich habe nichts weiter zu tun, als darauf zu achten, das es wirklich aus der Quelle sprudelt, was durch mich in die Welt getragen werden möchte. Das ist alles.... 

 

......

 

Und wenn ich selbst einmal vergesse, das ich das alles bin, dann erinnere du mich daran. Sei du mein Leuchtturm in der Dunkelheit! Bis es die Dunkelheit nicht mehr gibt.

 

 

 

 

 

 

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