Aufrecht stehen

Das Ende der inneren Kleinheit

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Wie fühlt es sich an, in eine Umgebung zu kommen, in der ich, ganz klar, nicht willkommen bin? Wie fühlt es sich an, darin stehenzubleiben, mich nicht abweisen zu lassen und mir auch nicht vorschreiben zu lassen, wo und wie ich sein darf? 

 

Ich bin gestern durch diese Situation gereist. Ich bin mitten hinein gegangen, wo die tiefste Dunkelheit herrschte. Ich bin durch meine Angst gereist, nicht willkommen zu sein. Durch die Angst vor dem Schmerz, den ich so gut kennte. Die Abwehr zu spüren, die Mauern. Und - ich bin stehengeblieben. Aufrecht. Mir meiner Selbst und meiner Kraft vollkommen bewußt. Ich habe meinem Herzen gelauscht, meinem Gefühl, meiner Stimme. Und ich bin gegangen, als es nichts mehr zu fühlen gab. Als alles ausgesprochen war. Ohne Worte zu brauchen.

 

Danach hat sich mein Körper gereinigt. Wie von einem Gift. Heftig, intensiv und absolut willkommen. Heute ist Stille in mir. Frieden. Und Freude. 

 

Das ist das Lösen einer Fessel, die mich lange, lange, lange hat zurückgehen lassen, wo mein Weg vorwärts geführt hätte. Eine Fessel, die mich klein gemacht hat. Die mir einen Weg in die Unterordnung gezeigt hat, die Anpassung an die Bedürfnisse Anderer. Einen Weg, bei dem ich mehr darauf gelauscht habe, was von mir erwartet, gewollt, gefordert oder gewünscht wird, als das, was in mir lebendig ist. Einen Weg, bei dem ich mich zurückgenommen habe. Weil das Wohl des Anderen wichtiger war, als mein Eigenes. 

 

Ein langes, großes Kapitel meiner Seelenreise ist abgeschlossen. Der Kampf um mich selbst ist vorbei.

 

Ich habe meine Stimme zurück. Ich habe meinen Mut zurück. Ich habe mein Selbstvertrauen zurück. Und spüre das Vertrauen wieder, ein tiefes Vertrauen in mich selbst. In meine Kraft, meine Fähigkeiten, meine Stärke, meine Intuition. Ein tiefes Vertrauen in die Frau, die ich bin. 

 

Damit beginnt dieser Monat. Damit beginnt ein neues Leben. Früher war der 1. September Schulanfang. Der Tag, an dem sich für mich, gefühlt, eine neue Welt öffnete. Eine, auf die ich unendlich neugierig war. So ist es auch heute. Ich bin neugierig, auf das, was auf mich wartet. Auf all diese neuen, nächsten Schritte in meinem Leben. Auf diese Reise, die so wundervoll ist.

 

 

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